
Ein erster Blick in die historische Wetterballonhalle. Oben im Bild hängen die historischen Drachen, unten sind Wettergeräusch-Mitmach-Stationen zu sehen.
Hallo ihr lieben Humboldt-Explorers-Interessierten :)!
Am 22. Januar 2026 hat sich der in der Fachdidaktik Biologie sitzende Teil des Teams der “Humboldt Explorers” auf den Weg in das Wettermuseum (www.wettermuseum.de) in Lindenberg (Tauche) gemacht, um dort Fachwissen für die Konzeption der neuen Lerneinheit über den “städtischen Wärmeinseleffekt” zu erlangen.
Unkompliziert erreicht man mit der Regionalbahn das gut angebundene Lindenberg (Tauche), das für die Meteorologie historisch bedeutsam ist, denn im Jahr 1919 erreichte ein Wetterdrache von Richard Aßmann eine Flughöhe von 9.750 Metern – das ist ein immer noch gültiger Weltrekord. Empfangen wurden die “Explorers” von Dr. Bernd Stiller, dem Vereinsvorsitzenden des das Museum tragenden Vereins Wettermuseum e.V., der seit 2004 aktiver Bestandteil des Museums ist. Unsere Exkursion begann mit einem Ausstellungsrundgang mit einer exklusiven Führung durch die interaktive Dauerausstellung und die Ballonhalle, in der die historischen Wetterballons und Wetterdrachen hängen. Pünktlich zum Wetterballonaufstieg statteten wir dem fußläufig erreichbaren Richard-Aßmann-Observatorium einen Besuch ab. Im Observatorium Lindenberg werden täglich vier Radiosondenaufstiege durchgeführt. Die Ballons mit den Radiosonden steigen bis in etwa 35 Kilometer Höhe auf.
Abschließend hielt uns Dr. Bernd Stiller einen Fachvortrag zu Fragen zum Stadtklima, mit dem er nicht nur Wissenslücken füllen konnte, sondern auch ein großes Interesse an Stadtklimaforschung erweckte.
Die “Humboldt Explorers” profitieren von dem Besuch im Wettermuseum nicht nur im Sinne des Wissenszuwachs, als Lehramtsanwärter:innen freuen wir uns über die Möglichkeit auf zukünftige Wandertage in das Wettermuseum. Passend zu der neuen Lerneinheit, die das Phänomen des “städtischen Wärmeinseleffekts” thematisiert, wurde den “Humboldt Explorers” Fachmaterial zur Verfügung gestellt, das bei der Konzeption der Lerneinheit enorm hilfreich sein wird.
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Hier noch ein paar fotographische Eindrücke unserer Exkursion:

In der hölzernen Ballonhalle können nicht nur historische Wetterballons angeschaut werden, es gibt auch einige Mitmachexperimente für alle Altersklassen.

Beim Richard-Aßmann-Observatorium wurde uns die Vorbereitung eines Wetterballonaufstiegs genau gezeigt und erklärt. Bisher braucht ein solcher Aufstieg mindestens zwei Mitarbeiter:innen, zukünftig sollen Wetterballonaufstiege aber voll automatisiert sein.

Am Standort Lindenberg (Tauche) befindet sich eins der beiden Forschungsobservatorien des Deutschen Wetterdienstes. Das Richard-Aßmann-Observatorium wurde 1905 von Richard Aßmann gegründet und ist heutzutage mit vielfältigen wissenschaftlichen Aufgaben betraut, unter anderem einer „Klimareferenzstation“, bei der traditionelle Messmethoden mit moderneren Messinstrumenten verglichen werden.

Die Daueraustellung des Wettermuseums ist interaktiv und sehr anschaulich visualisiert. Von alten Bauerregeln bis Morsetaste und Selbstmal-Wetterkarte gibt es viele Möglichkeiten für jung und alt.


