Schluss mit Datenauswerten :)!
Bei euren vorherigen Messungen habt ihr verschiedene Wetterdaten gesammelt und ausgewertet. Dabei habt ihr gesehen, dass die Lufttemperatur an unterschiedlichen Orten verschieden sein kann – zum Beispiel in der Sonne oder im Schatten.
In diesem Kapitel geht es deshalb um die Lufttemperatur als messbaren Wert. Ihr erfahrt, wie die Lufttemperatur gemessen wird, warum es dafür feste Regeln gibt und welche Faktoren Temperaturen in unserer Umgebung beeinflussen können.
Die Lufttemperatur
Nun stellt euch vor, ihr geht zurück in euer Klassenzimmer. An der Wand hängt ein Thermometer. Es zeigt 22 Grad Celsius (°C) an – das ist die „tatsächliche“ Lufttemperatur in diesem Klassenzimmer.
Wie funktioniert das?
Die Lufttemperatur ist ein fester Messwert. Sie gibt an, wie warm die Umgebungsluft ist. Sie ist der Grundwert, auf dem alle anderen Berechnungen (wie die gefühlte Temperatur oder Hitzewarnungen) aufbauen.

Wie wird die Lufttemperatur draußen gemessen?

Im Klassenzimmer hängt das Thermometer einfach an der Wand. Draußen ist das Messen aber etwas schwieriger.
Stellt euch vor, ein Thermometer würde direkt in der Sonne hängen. Dann würde nicht nur die Lufttemperatur gemessen werden – auch das Thermometer selbst würde sich durch die Sonne aufheizen. Die angezeigte Temperatur wäre dann sehr hoch.
Deshalb gibt es für die Messung der Lufttemperatur von Meterorolog*innen draußen feste Regeln:
Das Thermometer wird im Schatten und etwa zwei Meter über dem Boden angebracht. So misst es möglichst genau die Temperatur der Luft.
Wozu brauchen wir die Lufttemperatur?
Die Lufttemperatur ist wie ein objektiver Standardwert. Meteorolog*innen weltweit messen die Lufttemperatur überall gleich. Nur wenn überall nach denselben Regeln gemessen wird, können Wetterdaten aus verschiedenen Orten miteinander verglichen werden.
Überprüft euer Wissen!
Überprüft euer Wissen über das Temperaturmessen, indem ihr die Fragen beantwortet:
